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Zwei Prinzessinen zu Besuch am 29. August 2025

  • 3. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Juli

Zur Gedenkfeier für Königin Astrid konnte der Historische Verein illustre Gäste im Heimatmuseum begrüssen.


In der Mitte des Bildes die beiden Prinzessinnen, mit den Gästen vor dem Heimatmuseum.


Nach der Messe und dem stillen Verweilen der Gäste und der Einheimischen in der Nähe des Granitkreuzes auf der Wiese, auf der Königin Astrid verstorben war, kamen die Geladenen ins Heimatmuseum, um die Ausstellung zu Königin Astrid zu sehen. Bezirksammann Oliver Ebert, Frau Statthalter Petra Gamma, Landschreiber Marc Sinoli und weitere Personen begleiteten sie. Mit dem belgischen und dem luxemburgischen Botschafter in Bern, die jeweils an der Feier teilnehmen, waren diesmal zwei Gäste zum ersten Mal mit dabei: Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Margaretha von und zu Liechtenstein und Luxemburg und Ihre Durchlaucht Prinzessin Maria Annunciata von und zu Liechtenstein. Prinzessin Margaretha ist die Enkelin von Königin Astrid, sie ist die Schwester des jetzt regierenden Grossherzogs Henri von Luxemburg. Prinzessin Maria Annunciata ist die Tochter von Prinzessin Margaretha und somit die Urenkelin von Astrid. Der Präsident des Historischen Vereins Küssnacht, Bruno Thurnherr, konnte die illustre Gesellschaft im Museum begrüssen. Zuerst beleuchtete er einige Besonderheiten der guten Beziehungen zwischen der Eidgenossenschaft auf der einen Seite, Liechtenstein, Luxemburg und Belgien auf der anderen Seite. Auffällig ist etwa, wie gut die Beziehungen des Königreichs Belgien zur Schweiz schon im 19. Jahrhundert waren: 1840 eröffnete Belgien bereits eine Botschaft in der Schweiz, nur zehn Jahre nach der Staatsgründung; vorher hatten nur Frankreich und der Papst offizielle ständige Vertreter in der Schweiz.
Die Gäste interessierten sich besonders für die Umstände des tragischen Unfalls der belgischen Königin, die Folgen für den König und den Bezirk Küssnacht. Der belgische König Leopold III. liess das schwer beschädigte Auto im Vierwaldstättersee versenken und verkaufte drei Jahre später die Villa seiner Familie in Horw. Küssnacht bewahrte das Andenken an die Königin und richtete 1951 im neu entstandenen Heimatmuseum eine Ausstellung ein, die mit Tafeln, Bildern, Dokumenten und Gegenständen Informationen vermittelt. Der Historische Verein lieh diesen Sommer auch einiges an das Landesmuseum in Zürich aus für die Sonderausstellung ‹Royals zu Besuch›. Die Gäste waren beeindruckt davon, wie Küssnacht die Erinnerung an das Unglück bewahrt. (Text: Freier Schweizer 2.9.2025)
 
 
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