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KLAUSJAGEN

Der schweizweit bekannte Brauch wird in einer Tonbildschau vorgestellt.

Er ist im Museum aber auch vertreten mit einem Klausjäger, mit Senten und Geisseln und mit prächtigen Iffelen. Die Vorbereitung und die lange Nacht des Festes mit über 20'000 Zuschauern wird lebendig.

SENNENCHILBI

Alle sechs Jahre findet zur Fasnachtszeit in Küssnacht eine Sennenchilbi statt.

Im Brauchtumsraum des Museums steht (fast) leibhaftig der «Tschämeler», und eine Tonbildschau lässt das grandiose Volksfest mit seinen Hintergründen lebendig werden. "Dorf und Land mitenand" wurde gefeiert, wenn die Älpler im Herbst nach langen, einsamen Sommermonaten zu Tal zogen, den Käse mitbrachten und die Freude am freien Alpenleben mit Tanz und Gesang beschworen.

SAKRALE KUNST

Der sakrale Raum zeigt Figuren und Gegenstände aus Kirchen und Kapellen, aber auch aus Privathäusern.

Darunter sind Schützenbaschis von Armbrust- und Bezirksschützen oder auch Statuen von Johannes und Maria aus der Zeit um 1650 von der Wegkapelle in der Litzi, die beim Strassenbau 1970 abgebrochen wurde. Ein Sterbekreuz mit einem besonderen Schuber, eine Versehgarnitur und persönliche Andenken an kirchliche Feste in Pfarrei und Familie sind ebenso zu sehen wie das Diplom und die ganze Uniform eines Küssnachter Schweizergardisten.

PFAHLBAUTEN

2020 wurden am Seeufer beim Hotel Rigi in Immensee die ersten Pfahlbauten der ganzen Region Innerschwyz ausgegraben.

Im Erdgeschoss ist die Ausgrabung dokumentiert, z.B. mit einem Schichtprofil und mit Originalfunden, die vom Landesmuseum in Zürich in einjährigem Verfahren konserviert wurden. Die Bedeutung der archäologischen Erkenntnisse aus dieser Grabung geht weit über die Region hinaus, belegt sie doch, dass die Pfahlbauer Verbindungen in weit entfernte andere Regionen hatten und nicht nur gemütlich in ihren Hütten sassen.

KÖNIGIN ASTRID

Die Ausstellung berichtet vom weltweiten Echo auf das tragische Unglück.

Der Unfalltod der belgischen Königin am 29. August 1935 ist belegt mit Originaldokumenten, mit damaligen Zeitungen und Fotos. Eine ganze Reihe von Fragen wird aufgeworfen: Wo blieb und bleibt das Unfallauto? Warum folgte dem Unfall der erste Nachtflug der Swissair?

BEZIRK KÜSSNACHT

Die Dörfer Küssnacht, Immensee und Merlischachen werden von ihrer Frühgeschichte bis hin zur heutigen Zeit dargestellt.

Alle drei Dörfer haben sich selbständig entwickelt, waren aber doch eng miteinander verbunden. Die frühesten Urkunden belegen die Entwicklung ihrer Namen, den Kampf um Freiheit und Mitbestimmung und die Zugehörigkeit zu verschiedensten Grundherren. Die politische, wirtschaftliche und religiöse Entwicklung ist reich dokumentiert. Die grossen Bauten, die Zollstätte am Transitweg zum Gotthard und die Zugehörigkeit zu Luzern oder Schwyz haben die Bevölkerung viele Jahrhunderte bewegt. Von der Zeit um 1900, als sich auch Küssnacht der Moderne öffnete, zeugt die Gaslaterne, von denen rund 12 Exemplare die Gassen beleuchteten.

HOHLE GASSE

Die Hohle Gasse war nicht nur der Schauplatz von Gesslers Tod, sondern auch wichtiger Teil des Transitweges von Immensee nach Küssnacht.

Immer wieder hat die Hohle Gasse mit der Tellskapelle Touristen angelockt. Der Weg wurde aber auch von Pilgern, Händlern und Kaufleuten begangen, die etwa mal ein Geldstück verloren haben. Der Verbindungsweg zwischen Vierwaldstättersee und Zugersee mied sumpfiges Gelände und hielt sich an den Fuss der Rigi. Füsse, Hufe und Räder sowie abfliessendes Regenwasser schnitten den Weg allmählich in den bewaldeten Hügelkamm ein, vor allem südwestwärts gegen Küssnacht. Durch die Eröffnung des Gotthardpasses um 1220 erhielt dieser Weg als Teil der Land-Wasser-Strasse Zürich-Horgen-Zug-Immensee-Küssnacht-Flüelen-Gotthard und umgekehrt internationale Bedeutung.

URGESCHICHTE

Das Heimatmuseum beherbergt ein Silexbeil, das bei der Hohlen Gasse gefunden wurde: Es ist ein Prunkstück der Zeit um 3000 v.Chr.

Die Gegenden am Zugersee und am Vierwaldstättersee waren gut geeignet für frühe Besiedlungen. Verschiedenste Funde zeugen von Menschen, die schon sehr geschickt Werkzeuge herstellen konnten. Die Gegenstände verraten uns viel über die damaligen Lebensumstände, aus der uns keine schriftlichen Zeugnisse überliefert sind.

RIGI

Der Rigitourismus war früher für Küssnacht eine bedeutende Einnahmequelle.

Der Pionierberg des Alpentourismus bot vielen kleinen Bauern einen lohnenden Nebenverdienst: Die Sänfte im Museum zeigt, wie zwei bis vier Männer Reisende auf die Rigi tragen konnten. Auch Gepäckträger und Pferdeführer waren willkommen. Die Panoramen von Heinrich Keller und weiteren berühmten Malern aus dem 19. Jh. lockten Einheimische und Ausländer auch in die entstehenden Hotels, besonders am Vierwaldstättersee. Da tauchten auch in Küssnacht seit 1852 die Dampfschiffe auf.

GESSLERBURG

Der Ruine Gesslerburg ist ein eigener Burgraum gewidmet. Ausgrabungsgegenstände geben einen lebendigen Einblick in die bewegte Geschichte.

 

Die ersten Burgherren waren die Edlen von Küssnacht. Ritter Hartmann, der Schwiegersohn des Zürcher Bürgermeisters Rudolf Brun, wurde 1336 in die zürcherische Zunftrevolution verwickelt und fand Rückhalt im Bündnis der Städte Luzern und Zürich mit den Urkantonen. Mit ihm starb das Geschlecht im Mannesstamme aus. An ihn erinnern ein kostbarer Topfhelm und ein Spangenharnisch, die getreu den Originalen nachgebildet sind, die heute zu den Beständen des Landesmuseums in Zürich gehören. Das Wappen Hartmanns, das weisse Kissen im roten Feld, ist zum Wappen des Bezirks Küssnacht geworden.

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